Wie entstehen Erinnerungen – und wie werden sie über Generationen weitergegeben? Die Ausstellung erzählt die außergewöhnliche Geschichte von Delphina Burtscher und ihrer Familie. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau aus dem Großen Walsertal, die während des Zweiten Weltkriegs ihre desertierten Brüder sowie ihren Verlobten unterstützte. Mit dem Verrat an den Deserteuren nahm das Schicksal der Familie eine dramatische Wendung. Zwei der Deserteure wurden gefaßt und zum Tode verurteilt, die schwangere Delphina und weitere Familienmitglieder inhaftiert.
Die Ausstellung zeichnet diese Geschichte anhand historischer Dokumente, kontextualisierender Interviews und einer zeitgenössischen Fotoarbeit zu den Orten des Geschehens nach. Sie rückt aber auch die Erinnerungsarbeit der Enkelgeneration anhand von persönlichen Objekten in den Fokus um schlussendlich im Zentrum der Ausstellung die Frage nach Widerstand und Zivilcourage im Heute zu stellen. So entsteht eine mehrperspektivisch erzählte Erinnerungslandschaft, die sich auch in der Szenografie in Form einer imaginierten Berglandschaft mit Sichtbezügen, Nah- und Fernblicken sowie Rückzugsorten in das Atrium des vorarlberg museums einfügt.
Auftraggeber
vorarlberg museum
Team
Kuratierung Robert Gander, Bruno Winkler
Szenografische Gestaltung Nina Hütter
Grafik Nina Sturn
Texte Bruno Winkler
Interviews Robert Gander (Redaktion), Sarah & Florian Mistura (Aufnahme, Schnitt),
Peter Rösner (Aufnahme)
Recherche Erinnerungsobjekte Lydia Maria Arantes
Fotografie Sarah Schlatter
Illustration Anna Stemmer-Dworak
vorarlberg museum:
Direktor Michael Kasper
Produktionsleitung Johannes Nussbaumer, Leonie Schwärzler
Registratur und Objekthandling Judith Kern
Restaurierung Franziska Wicke-Bergmann
Ausführungsplanung und Bauten Michael Niederhuber, Produktionswerkstätte der
Vorarlberger Kulturhäuser
Projektjahr
2025-26