Das Letzte im Leben

Eine Ausstellung zu Sterben und Trauer 1765 – 2015

Die Hofburg Innsbruck fragte uns an, anlässlich des 250. Todestages Kaiser Franz Stephans während der Innsbrucker Hochzeitsfeierlichkeiten seines Sohnes Leopold, eine Ausstellung zu konzipieren. Wir schlugen eine Fokussierung auf Tod und Gedenken vor und die Beschäftigung mit Trauerkulturen bis in die Gegenwart. Das dreisprachige Ausstellungsprojekt bespielt neben den Sonderausstellungsflächen auch Teile der Prunkräume (Kapelle, Gardesaal, Riesensaal), die von Maria Theresia nach dem plötzlichen Tod ihres Gatten zu einer Trauerstätte umfunktioniert wurden.

Während der Grobkonzeption auf Grundlage eines Expertenworkshops konnten wir die Tiroler Hospiz-Gemeinschaft zur Zusammenarbeit gewinnen. Wir empfahlen die Zusammenstellung eines kuratorisch-gestalterischen Teams und übernahmen die Projektleitung in der Umsetzungsphase. Darüber hinaus konzipierten wir ein umfangreiches Rahmen- und Vermittlungsprogramm mit einer Vielzahl an Durchführungspartnern.

Inhalt Im 250. Todesjahr des Kaisers bringt die Ausstellung den aufwendigen Totenkult der Habsburger ins Gedächtnis zurück und vergegenwärtigt uns den eigenen Umgang mit Sterben und Trauer. Präsentiert wird, wie sich alte Rituale im Umgang mit dem Tod verändert haben. Aristokratische Protokolle wurden von bürgerlicher Etikette abgelöst, bäuerliche Traditionen standen städtischer Moderne gegenüber.

Die Objekte der Ausstellung erzählen Geschichten über die Furcht vor dem Tod, über das Sterben vor der Zeit. Neue Sterberituale werden thematisiert. Die Ausstellung zeigt, wie die Erinnerung an die Toten aufrechterhalten wurde, und sie konfrontiert uns damit, dass der Tod unvorstellbar und dennoch allgegenwärtig bleibt.

Fotos diese Seite: Günter Richard Wett

Titelsujet: Haruko Maeda, Franz Stephan von Lothringen, 2014/15, Foto: Marco Prenninger

Sonderausstellung

Leistungen

Idee und Projektleitung

Konzeption Rahmen- und Vermittlungsprogramm

Fakten

Auftraggeber Burghauptmannschaft Österreich

Projektjahr 2013-15

Ort Hofburg Innsbruck

Eröffnung 5. Juni 2015

Ausstellungsdauer 6. Juni 2015 – 10. Jänner 2016

Team

Gesamtleitung Waltraud Schreilechner, Viktoria Hammer; Burghauptmannschaft Österreich

Idee und Projektleitung Gabriele Rath, Robert Gander; Rath & Winkler. Projekte für Museum und Bildung

Kuratorische Leitung Brigitte Felderer

Ko-Kuratorin Rosanna Dematté

Ausstellungsarchitektur Michael Wallraff, René Waclavicek; Michael Wallraff ZT GmbH

Grafikdesign Christian Schienerl, Adriana Fonseca; Schienerl D/AD

Künstlerische Beiträge Heiko Bressnik, Andrea und Stefano Cozzi, Julia Gutweniger, Nik Hummer Andrea Lüth, Haruko Maeda, Bernhard Seiter

ExpertInnen Ilsebill Barta, bmwfw, Hofmobiliendepot Möbel Museum Wien; Maria Streli-Wolf, Elisabeth Medicus, Elisabeth Draxl, Tiroler Hospiz-Gemeinschaft; Karl C. Berger, Günther Dankl, Franz Gratl, Eleonore Gürtler, Anna Horner, Herlinde Menardi, Roland Sila, Claudia Sporer-Heis, Tiroler Landesmuseen; Reiner Sörries, Museum und Zentralinstitut für Sepulkralkultur, Kassel; Martin Kapferer, Rudolf Silberberger, Diözese Innsbruck; Karl Wiesauer, Tiroler Kunstkataster; Claudia-Doris Gadner, Amt der Tiroler Landesregierung, Museumsservicestelle; Monika Frenzel, Eva Grabherr, Thomas Macho, Helmuth Oehler, Bruno Winkler

Objekt- und Leihgabenmanagement Rosanna Dematté, Viktoria Hammer

Restauratorische Leitung Anna Presetschnik, Eva Hottenroth; Die Restauratorinnen

Restaurierungen Borislav Tzikalov, Alexander Fohs, Tiroler Landesmuseen; Judith Emprechtinger, Gerhard Knabl, Neubauer Restaurierungswerkstätten, pescoller werkstätten

Arthandling Nikolaus Opperer, Dominik Mössmer, Mario Unterberger; Achtung Kunst^/ ak7

Öffentlichkeitsarbeit Birgitt Drewes

Leitung Kulturvermittlung Nina Mayer, Rath & Winkler. Projekte für Museum und Bildung; Karin Gatter; Burghauptmannschaft Österreich

Korrektorat Esther Pirchner

Übersetzungen Christopher Marsh Elisabetta Rossi

Videoproduktion Andrea Cozzi, Stefano Cozzi

Lichtplanung Manfred Draxl, conceptlicht at

Medientechnik Otto Wulz, infoWERK medien & technik

Kooperationspartner Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, Tiroler Landesmuseen

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